Eine Pathologie des Staubs

Eine Pathologie des Staubs Staub! … Oh, Staub! …Geißel alles Irdischen. Unerbittlich überbringst du Kunde von Zerfall, Verderben und Pestilenzia. Unzählige rechtschaffene Seelen suchtest du heim in ihren Herbergen, nistest in jeder noch so wohligen Ecke, in Boudoirs und unter Baldachinen, in Bosheit und Habgier. Bist es nicht du, der sie quält und peinigt, Äonen aufopfernder Hausherren und Weibsbilder, bis hin zur Selbstkasteiung? Sie überfällt und erschüttert wie Hannibal die kathargischen Grundfesten, aschfahl und geifernd-grinsend deine fasrigen Krallen ausfährst weiterlesen…

Der Kräutergarten – Panoptikum verlorenen Zeitgefühls

Ich habe einen Kräutergarten. Das ist kein Code für die Eigenproduktion bewusstseinsbeschönigender Blütengewächse zur temporären Realitätsverzerrung. Das ist auch kein politisches Statement wider die großkapitalitäre Übernahme durch unverschämt vielfältigen Einkaufshöllen-Totalitarismus. Nein, ein Kräutergarten, wie es denn typischerweise so einer ist: Hell- bis dunkelgrün, nadelnd, kleinblättrig, größerflächig, mit sympathisch-bunten Devotionalien mediterraner und mitteleuropäischer Couleur, wie sie dem gemeinen Nahrungsvernichtungs-Connoisseur und Teilzeitkochologen nur allzu vertraut vorkommen. Rosmarin, welcher dem eingangs erwähnten Bespaßungsgrünzeug zumindest hinsichtlich Duftaroma gefährlich nahe kommt. Oregano und Basilikum weiterlesen…