London Diary 3 – The Good, the Bad, the Ugly

Kleine Planänderung: Damit die paar Texte des London-Reiseberichts nicht zu weit auseinander liegen, ersetzen sie jetzt jede zweite Woche die Kolumne. Was auch ein wenig damit zu tun haben könnte, dass die Kolumne ja doch meist aufwändiger ist und dafür momentan eher wenig Zeit bleibt. Es ist schließlich Sommer! London zelebriert liebend gerne das Extrem, die Maßlosigkeit, den Überschwang. Im Kern wie jede andere Weltstadt auch, aber in kaum einer anderen Metropole der westlichen Hemisphäre wird vergleichbar übergeschnappt gewerkelt, weiterlesen…

London Diary 1 – What could possibly go wrong

Reisebericht, der Zweite! Diesmal also London. Ein für 8 Tage geplanter und auf 9 Tage ungewollt ausgedehnter Städtetrip, der natürlich unterm Strich großartig geworden ist, aber dazu von „Rahmenbedingungen“ flankiert wurde, die mit ‚Jenseits von gut und böse‘ noch floweresk umschmeichelt werden. Es gibt also schon im Prolog einiges zu berichten, womit die gute alte Tradition des Island-Berichts (hoffentlich) würdig fortgesetzt wird. Und ja, es tut mir jetzt schon leid, dass die insgesamt sieben Texte nur alle zwei Wochenenden weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 8 (mit Epilog) – Blanke Nerven, blanke Beine

Tag 8 – Blanke Nerven, blanke Beine Die paar Stunden Schlaf, die uns Metropol-Wanderern noch bleiben, bringen natürlich rein gar nichts, wenn man 2 Uhr völlig übernächtigt (und im fast hellen Zwielicht) den Rückweg gen Keflavik International Airport antritt. Der Gedanke an den Inhalt der uns zustehenden Breakfast-Takeaway-Box schmerzt immer noch zu sehr, um davon berichten zu können. Also gut, Bullroc: Verdreckt und vollgeschnoddert, mit 1.700 Kilometern auf dem Tacho, gezeichnet, doch ungebrochen – Bring uns nach Hause, Junge! weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 7 – Penis, Punk, Pastoren-Pomp

Kraterstimmung An irgendeinem Punkt der Geschichte müssen sich sämtliche isländischen Duschinstallations-Ingenieure und Klempnergesellen per Brennivín-Challenge in permaderilierende Zustände geschüttet haben. Das Frischwasser-Mobile existiert ungehemmt inmitten des Badezimmer-Verschlags an sich rum, zur vollständigen Lächerlichkeit nur von einem bemitleidenswerten Vorhangs-Versuch halb umsäumt, der nicht annähernd auch nur in die Nähe der auffallend unebenen Bodenfliesen gelangen könnte. Aber gut, ist ja nicht meine Wohnung, sollt ihr doch den Wasserschaden an der Backe haben, gebt mir Futter! Na das habe ich aber auch weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 6 – Ritt der Wal-küren

Murphy’s law Tag 6 unserer Tour startet unheilvoll: Nicht einmal mehr die Zeit für einen weiteren Frühspachtel-Belastungsrekord bleibt, denn schon 9 Uhr erwartet uns ein wichtiges Meeressäuger-Vorstellungsgespräch, dem wir aus Vita-Pflegegründen lieber nicht fern bleiben. Und bis Akureyri ist es ja auch noch ein Stück, aber wenn Google 25 Minuten verspricht und wir noch locker 10 darüber liegen, kann ja nichts schief gehen… Wieso bauen die hier eigentlich erst vor wenigen Jahren eine Insel umspannende Schnellstraße hin, wenn jetzt weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 5 – Botox schwimmt immer oben

Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Wüste Okay, ich sollte wirklich kein weiteres Wort über allmorgendlich-orgiastische Fressgrausamkeiten meiner geringen Wenigerkeit verlieren, die lästigen Abnutzungserscheinungsflecken bekommt man ja auch so schlecht wieder rausgepflegewaschgangt. Und um das Kettensägen-lose Buffet-Massaker noch bestaunen oder zumindest kopfschüttelnd würdigen zu können, muss man schon dabei gewesen sein oder in alten Götter-und-Sagen-Primärüberlieferungen davon Kunde erhalten haben. Nur so viel: Einen 1,50 Meter hohen Kuchen-Ständer kann man auch auf einem 20 Zentimeter durchmessernden Kuchen-Teller technisch exakt nachbilden, weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 4 – Eine Ringstraße, sie zu knechten

The Day After Tomorrow 2 – Jake G. regelt das Eis Wasserdruck wird überbewertet. So sehr mir das Hali Country Hotel auch gefällt, aber der Versuch, kopfüber in Pfützen zu baden, sähe wohl nicht nur weniger hilflos aus als mein zum elendigen Scheitern bestimmter Duschversuch, sondern wäre bestimmt auch effektiver. Sich hingegen schon 8:30 Uhr mit mehr kunterbunten Fressalien zwischen Salat, Fisch, Würstchen, gelben Bohnen, Teigwaren in allen Formen und Krustengraden und quasi allem mit dem bloßen Auge Sichtbaren weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 3 – Uh! Uh! Bitte panoramisieren Sie mich!

The 1 – and only! Hell Ja, Frühstück! Endlich wieder auf Kosten anderer den eigenen Ranzen zuschrauben. Das mag vielleicht im Reisepreis inbegriffen sein, wurde aber schließlich schon im Frühjahr vom Giro gehobelt und was scheren mich Zeitspannen von vor über 10 Minuten. Was ich nicht auf dem Konto sehe, ist nicht da – Treffender kann man die Crux moderner lohnarbeitsgestützter Kapitalgemeinschaften auch nicht fassen. Einmal die „All-you-can-eat“-Option also, nur dass die in den familiären Gasthaus-Mauern eher genügsam ausfällt. weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 2 – Go fuck your Selfie

Von Zweien die auszogen, sich warm anzuziehen Tag 2, Frühstück: Die schrecklichen Bilder von Fish & Chips für 2000 Kronen, also etwa 17 Einheiten unseres Finanzäquivalents, bekommen wir wohl so schnell nicht mehr aus dem empfindlichen Gedächtnis und überlegen, uns für die kommenden Tage nur auf das Lebensnotwendigste zu verlassen; Soll heißen, sich von lieb gewonnenen aber verzichtbaren Spaßgaranten wie Nahrungsaufnahme im Großen und Ganzen zu verabschieden. Frühstück ist zum Glück inklusive, ein kleiner Snack zwischen Kaffee, Saft, Brötchen, weiterlesen…

Island Reisebericht – Tag 1 – Welcome to Rainbow Town

Begegnung mit dem Tier Island, 15 Uhr. 9 Grad, Wolken, die Frisur hat wie immer keine Ahnung was sie tut, ist dabei aber immerhin konsequent. Bewaffnet mit dem vermutlich äußerst informativen, aber für den Aufmerksamkeits-defizitären Kleingeist viel zu unübersichtlichen Europcar-Dokumentbündel, welches für die kommenden Tage das Schicksal unberührter Dunkelheits-Schockstarre erwartet, bewegen wir uns in traumwandlerischer Unsicherheit in Richtung des gut gefüllten, sprich proppevollen Mietwagen-Parkareals. Zwischen eleganten Limousinen, wie üblich viel zu großen Ich-hab-einiges-zu-kompensieren-SUVs und einigen gestählt mammutösen Hochland-Bezwinger-Allradern fällt weiterlesen…