Ein Dankeschön (Adventskalender in a nutshell)

Hach ja, Weihnachten… Kann man mögen, muss man natürlich nicht. Sollte man vielleicht auch nicht, angesichts Weihnachtsmarkt-Wahnsinn, Weihnachtsmusik-Folter und unzähligen Teilzeit-Soziopathen in Kaufrausch und Letzte-Besorgungen-Stress. Mögen kann man das alles eigentlich nur kurz vor knapp, wenn die Türen zuklappen, die Lichter ausgehen und die Läden dicht sind wie die Menschen in ihren heimelig dekorierten Vier-Wände-Schachteln. Oder halt wenn es vorbei ist. Denn für die Leute, die nach den Feiertagen glücklicherweise nicht auf Arbeit wackeln müssen, sind doch die Tage zwischen Heiligabend und Silvester, also zwischen Anglühen und Absturz, die eigentlich Besinnlichen. Hier kann man sich utopische Ziele setzen, an die man schon im Moment des Aussprechens nicht mehr ernsthaft glaubt – oder man rekapituliert die vergangenen Monate und denkt an die Menschen, die einen in dieser Zeit begleitet haben. Daher ein kleines, 24-tägiges Dankeschön, komprimiert auf wenige Zeilen, ungefiltert und ohne Prioritäten. Alphabetisch absteigend … und das hat tatsächlich seinen Grund.

———-

01: Victor + Rosi: Ich danke meinem Vater Victor und seiner Frau Rosi dafür, dass ich immer bei ihnen willkommen bin, ob sie zu Hause sind oder auf Sizilien ausspannen. Und dass sie sich viel öfter bei mir melden, als ich Lump überhaupt an sie denke. Und weil es niemanden gibt, auf den ich lieber neidisch bin, dass sie das ganze Jahr über in aller Herren Länder rumtingeln. Ihr habt hart dafür gearbeitet und jeden Moment verdient.

02: Toni: Ich danke Toni dafür, dass ich auch ohne eigene Wohnung ein Dach über dem Kopf in der großen Stadt gehabt hätte und dass er mir in den ersten Monaten das Ankommen als Neu-Leipziger einfacher gemacht hat. Und dass er mit seinen Texten, Fotos, Kinderbüchern ein derart kreatives Unikat ist und mir damit auch Impulse für meinen eigenen Blog geliefert hat. Wir sehen uns an Silvester… und zur Buchmesse… und und und…

03: Thomas “Hasser”: Ich danke dem Hasser, dass er mein gefährliches Halbwissen immer wieder mit wenigen Worten in die Schranken weisen kann. Und dass man sich bei jedem Lob von ihm immer noch wie zum Ritter geschlagen fühlt. Und ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Hörspiel-Idee entwickelt. Ein Plan, der mir schon länger durch den Kopf kreist und jetzt vielleicht Gestalt annehmen kann.

04: Steffen: Ich danke Steffen dafür, dass er zu keinem Zeitpunkt sauer auf mich ist, auch wenn ich mich so lange nicht nach ihm erkundigt habe. Ich weiß, dass die letzten Monate für dich alles andere als leicht waren und bin stolz, dass du den Abschluss in Erfurt doch noch durchgezogen hast. Du kannst dich jederzeit melden. Den bärtigen Plüsche-Bär habe ich immer gerne um mich.

05: Roland + Elke: Ich danke Roland, dass er unser aller zweites Zuhause, den Jugendclub Roxy in Wolfen, so lange unter Schweiß und Herzblut am Leben erhält. Und seiner besseren Hälfte Elke, ohne die er das wohl nicht packen könnte. Meinen allergrößten Respekt! Ich freue mich auf einen feuchtfröhlichen Jahresabschluss mit alten Bekannten und die letzte große Lesung im nächsten Jahr.

06: Oma: Ich danke meiner Oma, dass sie so viele Jahre ein untrennbarer Teil meines Lebens gewesen und bis zum Schluss die wahrscheinlich kämpferischste Person geblieben ist, die ich kenne. Und dafür, dass sie mir gezeigt hat, dass man auch Abschied und Verlust bewältigen und gestärkt daraus hervorgehen kann. Ich hoffe, dass du endlich Ruhe findest, wo immer du jetzt bist. Wir sehen uns.

07: Nicole: Ich danke Nicole und ihrer Familie, dass sie mir das Gefühl geben, ein zwar seltener, aber immer wieder gern gesehener Gast in ihrer Mitte zu sein. Und ich danke ihr, dass wir unsere Leipziger Pub-Tour doch noch hinbekommen haben und einen lockeren, witzigen Abend in meiner Lieblings-Bar verbringen konnten. Und auch wenn ich wenig in der Provinz bin, bei euch schaue ich immer gerne vorbei.

08: Maus: Ich danke Maus dafür, dass ich seine Hunde-Visage dieses Jahr nicht allzu oft sehen und sein unverschämtes Gelaber nicht zu häufig ertragen musste. Und dafür, dass er mir die Last meiner Ex auf ihrem Weg zur Ultra-Biestigkeit so freimütig abgenommen hat. Aber hauptsächlich dafür, dass ich mich immer wie ein Kind freue, wenn ich ihn mal wieder treffe, auch wenn ich nicht genau erklären kann, warum.

09: Markus: Markus danke ich für vieles. Dafür, dass er so ein offenherziger, gutmütiger Kerl ist, den man einfach mögen muss. Dafür, dass ich mit ihm einen zuverlässigen Pub-Partner-in-Crime gefunden habe. Dafür dass er mit seiner eigenen Schriftstellerei auch meinen inneren Schweinehund zu überwinden geholfen hat. Dafür, dass er meine erste Lesung ermöglicht hat. Und natürlich, dass ich durch ihn ein ganz besonderes Mädchen kennengelernt habe. Danke!

10: Marco: Ich danke Marco, weil ich ohne ihn nicht gewusst hätte, dass man geschlagene acht Stunden in einer Bar verquatschen kann, dass mit ihm wie zu Uni-Jahren die Zeit einfach nur dahin fliegt. Und dass er der unbestrittene Herrscher der perfektionierten „I bims“-Sprache ist, die mich im Büro spontan laut los lachen lässt. Weil es wenige gibt, die den Spagat zwischen Nonsens und intelligenter Unterhaltung so kongenial meistern wie er.

11: Leipzig: Ich danke Leipzig dafür, dass diese Stadt innerhalb weniger Wochen eine Heimat für mich geworden ist, in der ich mich wohl fühlen kann wie an keinem anderen Ort. Weil sie alles bietet ohne zu erschlagen. Weil sie Großes und Kleines zum Entdecken bereithält ohne zu überfordern. Weil sie jung, kreativ und spannend ist und ständig im Wandel. Weil es sich kaum angenehmer und erfüllender leben lässt.

12: Katja: Katja danke ich dafür, dass sie jedes Mal über beide Ohren strahlt, wenn wir uns sehen, als würden wir uns schon immer kennen. Dafür dass sie nach der Lesung so viele liebe Worte für meine Texte gefunden hat und dabei immer eine positive Natürlichkeit ausstrahlt, auch wenn ihr das nicht immer leicht fällt. Und dafür, dass sie quasi im Alleingang die Vogelpopulation der westlichen Welt rettet. Halte die Ohren steif, Große!

13: Jule: Ich danke Jule, da mir ohne sie als wandelndes Konzert- und Event-Popkultur-Kompendium die ein oder andere große Gelegenheit durch die Finger geglitten wäre. Alleine für Florence kann ich mich nicht genug verbeugen. Und für die umwerfende Hans-Zimmer-Zelluloid-Erfahrung. Auch wenn sie anstrengend und unfassbar unzuverlässig sein kann, schlagen unsere Nerdo-Meter doch auf derselben Wellenlänge.

14: Jan: Ich danke Jan, dass er mich nach der Lesung nicht im Wolfener Dauerregen hat absaufen lassen, sondern mich quasi bis vor die Haustür chauffiert hat. Und dass man ihm immer wieder zufällig über den Weg laufen kann und er stets ein ebenso redseliges wie grundsympathisches Stück Mensch ist und bleibt. Und irgendwann schaffen wir es auch noch auf einen gemütlichen Abend in den Pool Garden.

15: Jan + Dini: Jan und Dini danke ich dafür, dass sie ständig an Orten aufkreuzen, wo ich keinen Gedanken an sie verliere, und nie dort sind, wo ich fest mit ihnen rechne. Und dafür dass ihr immer wieder zeigt, wie scheinbar spielend das mit dem lange glücklich zusammen bleiben so läuft. Weil ich mir kein Pärchen vorstellen kann, dass besser zueinander passt. Und Jan wünsche ich ein neues Bike unter dem Weihnachtsbaum.

16: Familie: Meiner Familie, also meiner Mom und meinem Opa, danke ich für die Momente, in denen das Sich-nicht-aussuchen-können gar nicht mehr so wichtig scheint. Leicht macht ihr es einem oft nicht, jeder und jede auf seine oder ihre Art. Aber niemand von euch wollte mir je etwas Schlechtes. Ihr glaubt an mich und unterstützt mich wie ihr das eben könnt. Ja, ihr seid alles, was ich an Familie habe. Und das geht so auch in Ordnung!

17: Dirk: Noch jemand der eine Menge Dank verdient: Dafür dass ich erst ihn und dann er mich auf unserer Island-Tour ertragen durfte. Dafür dass wir mit unserem Musikgeschmack (Hauptsache: Frauenstimmen!) immer wieder auf einen Nenner und den Weg in die Konzertsäle finden. Dafür dass er solange auf meinen Blog gewartet hat, fleißig liest, kommentiert und mir Feedback gibt. Und weil er so ein rundum entspannter Typ ist.

18: Dennis: Dennis danke ich, weil mir kein größerer Experte für die geheimen Perlen innerhalb der Leipziger Konzert-Kultur einfällt. Dafür dass er in seiner unaufgeregten Art derart furztrockene Kommentare raushaut, die der eigene Horizont erst viel später schnallt. Und weil er mir die Faszination Baseball näher gebracht und es mit American Football zumindest versucht hat. Auf zur nächsten Saison: Go Wallbreakers!

19: Chrizzy + Kai: Chrizzy und Kai danke ich dafür, dass sie zwischen Ingolstadt, Halle, Baby und Alter Bridge doch noch etwas Zeit für mich Pfarrerstochter gefunden haben. Danke für die paar kurzen wie kurzweiligen Stunden am Auensee. Schade, dass ihr zu den Apes nicht kommen konntet. Ich hoffe ja immer noch, dass ihr nach Leipzig zieht. Wir können nie genug von so coolen Pärchen wie euch haben.

20: Christoph “Paik”: Ich danke Paik dafür, dass er mich am Bahnhof abholt, wenn wir in die Stadt gehen. Dass er ohne Zögern immer den Weg zu meiner Wohnung auf sich nimmt. Dafür dass er so selbstverständlich freigiebig ist und in mancher Hinsicht aus mir unerklärlichen Gründen zu mir aufblickt. Dass er mir zeigt, wie man es ebenso richtig wie falsch macht und dass ich durch ihn weiß, dass Kinder nicht grundsätzlich furchtbar sind.

21: Caro: Caro danke ich dafür, dass ich durch sie einen Grund habe, mich mal wieder in dem trist-öden Chemnitz (sorry!) blicken zu lassen. Dafür dass sie mich nur durch ein paar Tage Festival kennt und trotzdem immer mal wieder von sich hören lässt. Und dafür, dass sie so viel ackert, damit wir alle Feierabend machen können. Gönn‘ dir trotzdem mal ‘ne Pause! Und komm‘ mich mal besuchen, ist schön hier!

22: Andrea: Andrea danke ich, dass sie es seit unserem ersten Semester immer wieder mehrere Tage am Stück mit mir aushält. Dafür, dass sie jedes Mal ohne Gegenleistung Hotel spielt, wenn ich Berlin besuche. Und dafür dass sie es irgendwie hindrehen wollte, dass wir uns bei ihrem Leipzig-Kurzbesuch doch noch sehen. Unser fast schon traditionelles jährliches Treffen müssen wir im nächsten Jahr wohl doppelt nachholen.

23: André, der “Onkel”: Ich danke dem Onkel, weil ich mir keinen treueren, liebenswerteren Kompagnon als ihn denken kann. Wir kennen uns jetzt schon einige Jahre und ich hoffe, dass noch viele kommen werden. Für ihn bin ich gerne für ein paar Stunden in meiner grauen Heimat, und sei es auch, um mir Let’s-Play-Videos anzuschauen, die ich nicht sehen will und Games aufquatschen zu lassen, die ich nie zocken werde. Salve, Großer!

24: Adina: Und natürlich gibt es dann noch diese eine Person, die einen ganz besonderen Platz unter all den besonderen Menschen einnimmt. Ich war in letzter Zeit oft sicher, ich kann mich ‚zufrieden‘ oder ‚gut gelaunt‘ nennen. ‚Glücklich‘ gehörte dennoch eher selten dazu. Bis diese wundervollen, rothaarigen, grünäugigen 1,59m in mein Leben getreten sind. Du bist nicht nur süß, liebenswert und intelligent, dass ich dir stundenlang zuhören kann. Du magst, was ich mag, lachst über meine lausigen Witze, teilst meine Interessen und hast dabei noch so viel mehr auf dem Kasten als ich. Du lässt mir Zeit für mich und erwartest nichts außer meiner Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit. Ich kann mir kein Mädchen vorstellen, mit dem ich lieber zusammen wäre. Und jeder Tag, an dem du das nicht weißt, wäre ein verlorener Tag. Ich liebe dich!

———-

…und natürlich danke ich bis Silvester allen die ich bis hierhin vergessen habe und die hin und wieder den Quatsch in diesem Blog lesen. Frohe Weihnachten euch allen!

Ein Dankeschön

4 thoughts on “Ein Dankeschön (Adventskalender in a nutshell)”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.